The Gang


Am Tag der „Mission Elephant“ hatten wir die für mich erste und erschreckende Begegnung mit Büffel, genauer gesagt dem afrikanischen Kaffernbüffel.

Zwei Kerle, riesig, jeder zwischen 800 – 900 Kilo. Sie liegen einfach da, einer schläft. Der andere glotzt uns an und kaut an seinem Grünzeug rum. Minuten lang passiert nix. Dann steht er auf, weckt seinen Kumpel auf und grunzt laut vor sich hin. Einer aus unserem Auto fragt den Ranger, was denn das für ein Grunzen ist. „Oh oh, he is angry now.“ Und genau in diesem Moment macht das das Viech einen Satz nach rechts, scharrt mit einem Vorderhuf im Sand, Hörner zum Boden und galoppiert auf unser Fahrzeug zu. Panik bricht aus, alle schreien durcheinander während er näher kommt. Nur Juluka hat die Situation unter Kontrolle, startet und gibt Gas.

Ja, ja, „the Gang“. Eine Ansammlung von Büffel nennt man Herde, besteht die Herde ausschließlich aus männlichen Büffel, so nennt man sie „Gang“, anders gesagt einfach Halbstarke. Und die beiden übel gelaunten Gesellen waren eindeutig eine Gang, denn für Halbstarke waren sie zu alt.

Mein Bedarf an Büffel ist gedeckt. No more buffalos, please!

Auf der Suche nach den Elefanten soll mein Wunsch eindeutig nicht in Erfüllung gehen. Eine Stunde später befinden wir uns mitten in einer riesigen Büffelherde, sie trinken und baden an einem Wasserloch. Ich fürchte mich vor ihnen, sie sind immer übel gelaunt, sehen grantig aus und sind unberechenbar. Ich will hier rasch weg, aber es ist kein Vorankommen möglich. Wir stehen hier bereits 10 Minuten umringt von diesen Ungetümen – für meinen Geschmack viel zu nahe . Wir werden beäugt, man hört wie sie uns beschnuppern, wie sie das Gras mit ihren Kiefern zermahlen, gelegentlich röhrt ein Bulle, dazwischen ist es unheimlich still. Die Herde bewegt sich einfach nicht weg, sie denken nicht daran. Unser Weg ist blockiert. Roy deutet „los“, was heißt, wir fahren einfach durch die Gruppe hindurch. Waaas? Wohin bitte? Ich glaube es nicht, Gas und wir versuchen mit unserem Jeep die Herde zu teilen, müssen aber immer wieder stehen bleiben. Ich rechne jeden Moment damit, dass so ein gehörntes Viech wieder unser Fahrzeug rammt, sehe schon die Schlagzeilen vor meinem geistigen Auge: „Österreicherin mit Büffelhörnern im Oberschenkel …“.

Wieder zu Hause angekommen, befrage ich Google nach der Gefährlichkeit von Büffeln für Menschen.

„Der Kaffernbüffel hat den Ruf, eines der gefährlichsten Wildtiere Afrikas zu sein. Kaum ein Tier der afrikanischen Wildnis wird in seiner Gefährlichkeit so verkannt wie der Büffel. In der Vergangenheit sind bereits mehr Menschen durch Büffel zu Tode gekommen als durch Löwen oder andere Raubtiere. Allerdings werden die Tiere nur dann aggressiv, wenn sie ernsthaft bedroht werden. Auf Safaris zeigen sich die mitunter bis zu einer Tonne schweren Kolosse in der Regel sehr friedlich.“ Was auch immer hier „in der Regel“ heißt.

Was soll ich noch sagen? Danke an Toyota für die geniale Konstruktion ihrer Safarifahrzeuge, und hier im Speziellen den Starter!

 

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