Oom Samie se Winkel


Das wohl witzigste Geschäft in Südafrika

Was ist das nun genau? Eigentlich ist es ein Kramladen der 1910 gegründet wurde, zu einer Zeit, in der  es weder Supermärkte, noch Fachgeschäfte gab. Also gingen die damaligen weißen Siedler zu Uncle Sam’s. Und genauso wie 1910 sieht es noch heute aus.

Wir kamen um ca. 17:30 hin und standen vor einer verschlossenen Holztür, davor ein zweites kleines Metalltürchen. Öffnungszeit unter der Woche bis 18:00. Wir schauen durch die Glasfenster hinein und sehen Leute drinnen. Aber wie kommt man hier hinein? Rechts vor dem schmiedeeisernen Gitter eine Klingel: „ring to open the door“. O.K. Wir läuten, das Türchen geht auf, aber die Holz-Glas Türe lässt sich nicht öffnen. Und wie Touristen manchmal sind, irgendwie eben nicht immer ganz helle auf der Platte vor lauter Urlaubsglück,  ziehen, drücken und drehen wir an dem Türgriff, befürchten, dass wir gleich den ganzen Türstock in der Hand haben, und? Nix. Die Tür bleibt zu. Nach 5 Minuten kommen wir uns schon richtig deppert vor, einfach unfähig eine Türe zu öffnen, und so läuten wir nochmals. Hinter der Holz-Glastüre kommt plötzlich eine schwarze Mami: „no, no closed today, come tomorrow.“ Was? “Still 30 minutes to go!” „No, no.“ Und aus. Der Gral bleibt für uns verschlossen.

Also am nächsten Morgen wieder hin, Klingel gedrückt, Türchen springt auf, wir schaffen es sogar die 2. Türe ohne fremde Hilfe zu öffnen, und schon stehen wir mitten in einem anderen Jahrhundert. Unzählige niedrige Räume mit knarzendem Holzboden und einem Sammelsurium an Dingen, wie wir es noch nicht gesehen haben. Biltong neben Postkarten, Magnete aus Perlen, alte Kaffeedosen, Besteck, Teller aus Metall, Fliegenklatschen aus Leder, südafrikanischer Rooibos Tee von den Plantagen, Zünder, getrockneter Fisch der auf einem Ständer einfach herumhängt – selbstverständlich pur, ohne Verpackung -, verschiedene Gewürze in offenen Jutesäcken, Krokodilpastete, Nähzeug, Zuckerstangen, Stoffballen, kleine Metallfiguren, einfach alles was man sich nur so vorstellen kann. Manches hübsch, anderes touristisch, einiges kurios.

Kein Wunder also, dass uns die Mama am Vortag nicht mehr hineingelassen hat, denn das dauert mehr als 20 Minuten, zumindest wenn Frauen anwesend sind.

Aus Rücksicht auf die lokalen Gepflogenheiten – photography not allowed …. – haben wir und an diese Aufforderung gehalten. So bleiben nur wenige Bilder von außen für diesen Bericht übrig.

 

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