Close-up mit dem Grossen Weissen


Tourabschnitt 3

Haifischtauchen im Käfig – nun gut. Korrigieren wir einmal die Tatsachen: Der Käfig ist ein Sicherheitskäfig , der ständig mit dem Boot fest verbunden ist, und das Tauchen ist in Wirklichkeit Schnorcheln. Wie sonst könnten sonst Hinz und Kunz, die nicht einmal wissen wie man Padi schreibt, von sich behaupten: „Ich war mit Weissen Haien tauchen.“ ? Klingt also dramatischer, als es wirklich ist – behaupten echte Kerle.

Dennoch Männer, lasst euch sagen: Der Adrenalin Kick ist bei dieser Aktivität mehrfach gesichert.

Zuerst einmal sieht man das ca. 14m lange Boot und denkt: Das kann nicht wahr sein, in dieser Nussschale? O.K. gebucht ist es, bezahlt hat man schon, also geht man einmal cool und selbstsicher on Board. Das Boot legt ab und nimmt seinen Kurs SSO Richtung Dyer Island auf, wo sich eines der weltweit führenden Zentren für Haiforschung befindet. Gleich ums Eck, nämlich  auf Geyser Rock leben zwischen 50.000 und 60.000 Robben, was für unsere Grossen Weissen Schlaraffenland bedeutet. Trenzbarterl umbinden, Maul auf und yummi. Nirgendwo sonst in der Welt haben Haie angeblich eine so riesige, natürliche Nahrungsquelle wie hier in Gansbaai.

Sind die ersten Haie gesichtet, muss man noch den inneren Schweinehund überwinden und in das kalte Wasser steigen. Angenehme 16 Grad – nix für zart Kuscheldecken-Monster. Und hat man sich dann endlich den 5 mm Neopren hineingewurschtelt, erkennt man, dass Michelin-Manderln in diesem Käfig sicherlich stecken bleiben. Viel Platz ist da nicht – also zwischen Bauch und vorderer Käfigwand. Ganz egal ist das nicht, denn das Fischerl kann mit dem Goscherl schon ein Stückerl in den Käfig hinein. Es loht also, zu Weihnachten das eine oder andere Kekserl lieber links liegen zu lassen. Die nicht ganz so Schlanken, für die dieser Tip „leider“ zu spät kommt, die können natürlich auch nur so mitfahren, ohne ins Wasser zu gehen. Es ist ja nur wegen der Gefahr des „ich bleib im Käfig stecken“, nicht wegen dem mulmigen Gefühl, oder gar aufkommender Angst?

Für und Wider

Mann darf sich nicht täuschen lassen, denn trotz der Sicherheitsmaßnahmen bleibt der Gang ins Wasser riskant. Seit Jahren herrscht deshalb eine große Kontroverse unter Tierschützern zum Käfigtauchen: Immer wieder tauchen Videos von gefährlichen Situationen auf, z. B. 2013, als sich ein Hai zwischen den Gitterstäben verfing und so wild wurde, dass der Taucher in Lebensgefahr geriet. Einige Tierschützer halten das Käfigtauchen für verantwortungslos und fordern einen sofortigen Stopp dieser Ausflüge, weil bei den Weißen Haien durch das Anfüttern mit Ködern der Jagdinstinkt auslöst wird. Sie werden aggressiv und verlieren ihre Scheu vor den Menschen. Viele vermuten einen Zusammenhang mit den zunehmenden Attacken auf Schwimmer und Surfer vor der Küste Südafrikas, allein 2009 und 2010 wurden 14 Vorfälle verzeichnet, sechs Menschen starben. Befürworter des Käfigtauchens glauben jedoch, dass durch diese Art der Begegnung die Menschen den Weißen Haie als schützenswertes Lebewesen erkennen. Forscher nehmen nämlich an, dass nur noch einige Tausend Exemplare in den Ozeanen leben und die Art kurz vor der Ausrottung durch den Menschen steht.

Dennoch: Once in a lifetime – entweder mitten drinnen oder vom Oberdeck des Bootes.

Kosten: ca. EUR 100,-
Hier geht’s los: Close-up mit dem Grossen Weissen

Shark cage diving location

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